INHALTE

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Das Kabinett der Lyrik

Wo die Gedichte wohnen

Von Grace Yoon
Prod. SWR 2019

Das "Lyrik-Kabinett" im Münchner Stadtteil Schwabing ist Europas zweitgrößte
Sammlung von Lyrik. 58.000 Gedichtbände lagern in dem kubusförmigen Gebäude mit
den breiten Glasfronten. Alle Größen der internationalen Poesie sind dort vertreten, aber
auch zahlreiche junge und experimentelle Dichter und Dichterinnen. Zu verdanken ist
das "Lyrik-Kabinett" vor allem der Münchnerin Ursula Haeusgen. 1989 eröffnete sie eine
Buchhandlung, die sich ganz der Lyrik verschrieben hatte, und gründete ein paar Jahre
später schließlich das "Lyrik-Kabinett", das mit Lesungen, Führungen, Publikationen und
Poetry Slams Poesie in allen Sprachen und aus allen Zeiten erfahrbar macht.

 

Über Buchstaben und Ohren

Alphabetisierungskurse für Migrantinnen

Von Grace Yoon

Prod. SWR 2017


Monika Ritter und Lena Knilli wenden sich in ihren Alphabetisierungskursen gezielt an Migrantinnen, die keinerlei Schriftsprache beherrschen. Beim Erlernen des lateinischen Alphabets stehen sie vor einer ganz besonderen Herausforderung. „Wenn man jemanden, der noch nie lesen und schreiben gelernt hat, fragt, wo das E in Lampe oder Nase ist, dann kann die Antwort sein ‚vorne‘ oder ‚in der Mitte‘ oder ‚hinten‘“, sagt Monika Ritter. „Der entscheidende Schritt beim Lesenlernen ist die Fähigkeit, aus einem Klanggebilde die einzelnen Laute rauszuhören und feststellen zu können, in welcher Reihenfolge sie vorkommen.“ Bevor der erste Buchstabe geschrieben werden kann, geht es ums Hören.


Zwischen Karthum und Konstanz

Der grüne Kommunalpolitiker Mohamed Badawi
Von Grace Yoon

Prod. SWR 2019


Bei den Konstanzer Kommunalwahlen im Mai bekam ein Kandidat der „Freien Grünen Liste“ die meisten Stimmen: Dr. Mohamed Badawi. Der gebürtige Sudanese ist Sprachwissenschaftler, Dolmetscher und Musiker und setzt sich in seiner Wahlheimat unter anderem für eine bessere Bildungspolitik und ein stärkeres Miteinander zwischen den Generationen und Ethnien ein. Mohamed Badawi sieht sich als ein Mittler zwischen Kulturen und Weltanschauungen – und weiß, dass er damit auch manchmal zwischen allen Stühlen sitzt. Denn während er sich durch islamkritische Artikel in Saudi-Arabien Feinde macht, weht es ihm in Konstanz wegen seiner ökologischen Ansichten rassistische Drohbriefe ins Haus.

 

Der aus Kleinem Großes macht. Der Lyriker Jan Wagner

Feature von Grace Yoon.
Prod. ORF 2019

Jan Wagner ist ein Lyriker , der in den letzten Jahren mit Preisen geradezu überschüttet wurde. Für seine "Regentonnenvariationen" wurde er als erster Lyriker mit dem Preis der Leipziger Buchmesse bedacht, 2017 erhielt der Formkünstler, der häufig auf tradierte Versformen zurückgreift, den Georg-Büchner-Preis. Mit scheinbar leichter Hand gelingt es dem 1971 in Hamburg geborenen Dichter, dem Vertrauten und Alltäglichen übersehene Perspektiven abzugewinnen.

"Gedichte lehren uns, die Dinge anders wahrzunehmen", meint Wagner, der die Dichtkunst aus der Zone des Abgehobenen auf die Erde zurück holen möchte: "Ich glaube dass jeder der Gedichte schreibt die Erfahrung macht, dass in all dem was direkt um uns herum geschieht an Kleinem, in jedem Kaugummi-Fleck, in jedem Staubkorn, Bleistift oder jeder Kaffeetasse, das Große enthalten ist".

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Der Beatpopet Lawrence Ferlinghetti.

Von Grace Yoon.
Prod. WDR 2003

1953 gründete Lawrence Ferlinghetti mit einem Partner in San Francisco den ersten amerikanischen Taschenbuchladen: "City Lights", bald darauf den gleichnamigen Verlag und schuf damit zwei bis heute legendäre Institutionen, deren Name untrennbar verbunden ist mit der großen Zeit der "Beat Generation". Ferlinghetti, Jahrgang 1919, war im Zweiten Weltkrieg Marineoffizier, hatte dann an der Sorbonne studiert und promoviert. Als er für seinen Verlag die Reihe "Dichter im Taschenbuch" erfand, druckte er im ersten Band seine eigenen Gedichte ab und nannte ihn "Pictures of the Gone World". Schon bald folgte die Edition von Allen Ginsbergs "Howl", die dem Verlag zwar einen Prozess wegen Veröffentlichung obszöner Schriften eintrug, ihn aber gleichzeitig berühmt machte. Viele Autoren der "Beat Generation" fanden in Ferlinghetti einen Verleger, der sich für sie einsetzte, und einen Freund, der selbst dichtete, als einer der ersten seine Texte zu Jazzimprovisationen vortrug.


Die Schönheit des Vergänglichen

Der bulgarische Schriftsteller Georgi Gospodinow
Feature von Grace Yoon

Georgi Gospodinov ist nicht nur Bulgariens interessantester Lyriker, er ist, dank seiner zahlreichen Übersetzungen, auch die wichtigste literarische Stimme seines Landes. Als poetischer Chronist ist Gospodinov der Held der bulgarischen Jugend geworden, die ihre Geschichte nur noch aus Resten und den Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern kennt. So initiierte Gospodinov ein Internetprojekt um Geschichten von Menschen zu sammeln, als Gegengewicht zum offiziellen monolithischen Bild. Gegen nationale setzt er auf individuelle Erinnerungen, gegen Engstirnigkeit beschwört er die Macht der Empathie. In jedem Untergang steckt auch etwas Schönes, Tröstliches, man muss es nur finden. Der Schriftsteller sollte ein Ohr sein, das man wie einen alten Hut vergessen hat, so kann er lauschen und Geschichten stibitzen, um sie weiterzuerzählen. Für Gospodinov, geboren 1968 in der bulgarischen Kleinstadt Jambol, ist die Kindheit die wichtigste Lebensphase, vor allem die ersten sieben Jahre, in denen Status, Aussehen und Herkunft keine Rolle spielen. "Wir brauchen ein Europa der Empathie, wir brauchen echte Neugier auf die Anderen, wir müssen die Geschichten der Migranten sammeln und hören. In einer Hinsicht haben doch alle ihre Heimat verloren, wir sind alle Migranten aus dem Land der Kindheit ..."

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Love after Love von Ilma Rakusa

von Grace Yoon
Produktion: rbb/ORF 2017

Das Ende einer Liebe - lässt es sich überhaupt beschreiben? Sind Worte genug, um ihm beizukommen und Schmerz, Trauer und Wut, aber auch zärtliche Erinnerung einzufangen? In acht Gesängen, mal lamentierend, mal klagend, dann wieder burschikos rappend oder voll Wortwitz reimend, umkreist Ilma Rakusa das alte, wohlbekannte Phänomen der verlorenen Liebe: "Wo ortet sich das Wort / wenn Kopf und Herz entzweit / ... / und in den Straßen Londons / eine andere geht an Deiner Seite." Die Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Ilma Rakusa, geboren 1946 in der Slowakei, debütierte 1977 mit der Gedichtsammlung "Wie Winter". Seitdem veröffentlichte sie zahlreiche Lyrik-, Erzähl- und Essaybände. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet. Am 20. Februar 2017 erhält Ilma Rakusa den Berliner Literaturpreis 2017.

Besetzung

Sprecherin: Corinna Harfouch, Sängerin: Lauren Newton, Cello: Mathis Mayr, Ton: Peter Avar und Benjamin Ihnow

Regie: Grace Yoon

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Assaf Alassaf - warten auf ein Visum - am Ende überholt die Wirklichkeit die Fiktion

von Grace Yoon
Produktion: SWR 2016

In seinem Debütroman "Abu Jürgen" erzählt der syrische Autor und Zahnarzt Assaf Alassaf von einer imaginären Freundschaft zwischen einem deutschen Diplomaten und einem geflohenen Syrer. Alassafs alter Ego startet eine unorthodoxe Facebook-Kampagne um an ein deutsches Visum zu kommen. Am Ende träumt die Romanfigur immer noch von einem Visum, im Gegensatz zu ihrem Autor, dem diese erfolgreiche Geschichte, veröffentlicht als E-Book bei mikrotext, eine Einladung nach Deutschland ermöglicht hat. Inzwischen lebt Alassaf schon fast ein Jahr in Deutschland, unter anderem als Stipendiat auf dem Stuttgarter Schloss Solitude. Über seine Erfahrungen im Exil schreibt er jetzt seine erste Novelle. "Ich mag es nicht nur über ernste Themen zu schreiben, meine Art ist es, lustige Geschichten zu erzählen. Die Leute haben sofort gesagt, genau das ist es, was wir brauchen, etwas zu lachen in diesen dunklen Zeiten und zwischen den Zeilen tauchen natürlich die ernsten Themen des Flüchtlingsleben auf...!"

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Bevor DADA da war, war DADA da

von Grace Yoon
Produktion: rbb/WDR 2016

Am 5. Februar 1916 gründen die Künstler Ball, Hennings, Hülsenbeck, Tzara, Arp und Janco in Zürich das "Cabaret Voltaire".

Ihr Programm verspricht "Negertänze, kubistische Masken, bruitistische Musik und expressionistische und futuristische Gedichte." Die künstlerische Bewegung rüttelt an den Fundamenten jeglicher Norm. DADA gibt den individuellen und kreativen Freiheitswünschen ihrer Akteure eine Ausdrucksmöglichkeit. Als Zugmaschine der Avantgarde wird sie schnell eine weltumspannende Bewegung. Das Feature balanciert zwischen Information und deren, ganz im dadaistischen Sinne, sinnlose Zerstückelung. Es zelebriert den Geburtstag der Kunstrichtung auf künstlerische Art und dokumentiert dabei auch seinen Einfluss in der Gegenwartskultur.

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Allen Ginsberg
Eine Hommage

von Grace Yoon und Florian Vetsch
Produktion: SFB-ORB/SWR 2003

Der 1997 verstorbene Dichter Allen Ginsberg gehörte neben Jack Kerouac und William S. Burroughs sicher zu den "besten Köpfen seiner Generation", ein Zitat aus seinem bekannten Gedicht "Howl". Mit Jack Kerouac, William S. Burroughs und weiteren Beat-Autoren prägte er die Literatur nachhaltig.

Allen Ginsberg war einer der führenden Köpfe der Beat-Generation. Sein berühmtestes Gedicht "Howl" ist der radikale Aufschrei gegen die Selbstzufriedenheit des Amerikas der McCarthy-Ära. Ginsberg formulierte darin das Unbehagen vieler an Politik und Kultur der Vereinigten Staaten in der Nachkriegszeit.1957 besucht er William S. Burroughs in Tanger. In den 1960er Jahren reist er nach Indien und Japan, wird aus Kuba und der Tschechoslowakei ausgewiesen, protestiert gegen den Krieg und wird vom FBI und CIA überwacht. In den Achtzigern konvertierte er zum Buddhismus, trug aber bis zu seinem Tod 1997 die Fackel des Beat um die Welt, während er im amerikanischen Radio in seinen letzten Lebensjahren nicht mehr gespielt wurde.

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Lieber Fortschritt
Ein Hörstück mit Studenten der Fachhochschule Düsseldorf

von Grace Yoon
Produktion: SWR 2015 Ursendung

Unsere Zivilisation ist durch den Fortschritt charakterisiert. Er ist ihre Form, nicht eine ihrer Eigenschaften, und in der globalen ökologischen Krise sind seine negativen Auswirkungen allzu sichtbar. Fünf junge Studenten und Studentinnen mit ganz unterschiedlichen Lebenserfahrungen haben über das Thema Fortschritt nachgedacht. Aus dem scheinbaren Nebeneinander ihres alltäglichen Lebens, ihrer Träume und Visionen entwickelten sie Texte und Ton-Montagen, die sich mit kritischem Blick und aus unterschiedlichsten Perspektiven mit dem Fortschritt befassen.

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Der Verleger geht, der Dichter bleibt—Michael Krüger

von Grace Yoon
Produktion: rbb 2015

„Mit 26 Buchstaben können wir Milliarden von Dingen machen. Aus diesen kleinen Dingern entsteht unser Blick auf die Welt. Wir fühlen, sehen, riechen, aber letztendlich sind es die Kombinationen dieser paar Buchstaben, die uns am Leben erhalten.“ Die Geschwindigkeit zerstört unser Gedächtnis, sagt der 1943 geborene Michael Krüger und erzählt von den wichtigen Momenten im Leben, von der Betrachtung der Natur, von Lupinen, von Kindheitserinnerungen, und dem „Homer der Kartoffel“, von Beckett und von seiner Oma, dem Berlin der sechziger Jahre, dem Radio, den Freunden und der Poesie unserer Zeit. Die melancholische Hoffnung des Dichters Michael Krüger gipfelt in der Verszeile: „Alles ist leicht zu verstehen, wenn man das Leben liebt.“

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Ein Buch ist wie ein Stein
Mohamed Mrabet – Erzähler, Fabulierer, Erfinder

von Grace Yoon
Produktion: SWR 2000

Mohamed Mrabet ist einer der letzten Erzähler, der die uralten Überlieferungen Marokkos kennt und lebendig hält. Er ist ein Erfinder unglaublicher Geschichten voller Magie und märchen-
hafter Phantasie. Lesen und Schreiben hat er nicht gelernt. Seine Geschichten erzählt er aus dem Kopf, improvisiert, lässt aus, fügt neue Variationen ein.
Um 1940 im marokkanischen Rif-Gebirge als eines von dreiundzwanzig Geschwistern geboren und in Tanger aufgewachsen, schlug sich Mohamed Mrabet zunächst als Fischer, Barmixer und Caddy durch. 1965 begegnete er Paul Bowles, der die Geschichten Mohamed Mrabets aufschrieb.

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CZESŁAW MIŁOSZ
Was groß war, hat sich als klein erwiesen

Von Grace Yoon
Produktion: Deutschlandfunk 2015

Als Czeslaw Miłosz in der Gruft des Krakauer Paulinerklosters beigesetzt werden sollte, protestierten nationalkonservative Katholiken: Miłosz sei kein Patriot gewesen. Für die meisten Polen verkörperte er dagegen das Ideal des aufgeklärten Kosmopoliten.Grundthema seines dichterischen Werkes war die Verführbarkeit des Intellektuellen durch den Geist des Totalitarismus. Miłosz wurde in Litauen geboren, studierte in Paris, lebte während der deutschen Besatzung in Polen und schrieb bittere Lyrik, gründend auf scharfsinnigen Beobachtungen des Warschauer Alltags und der Vernichtung der Juden. 1951 ging er ins Pariser Exil, ab 1960 lehrte er in Berkeley slawische Literatur.

Erst 1980, mit der Verleihung des Nobelpreises, nahm das westliche Publikum von ihm Notiz. Obwohl Polen ihm dann offiziell die Rückkehr anbot, ließ er sich erst im Jahr 2000 in Krakau nieder. Dort starb er am 14. August 2004; das internationale Literaturfestival der Stadt wurde nach ihm benannt.

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MURMEL

Nach dem Theaterstück »Murmel, Murmel« von Dieter Roth
Hörspielfassung, Komposition und Regie: Grace Yoon
Produktion: Deutschlandradio Kultur/SWR 2014

Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel ...«
1974 schrieb Dieter Roth ein Theaterstück, das auf 176 Seiten mit einem einzigen Wort auskommt: »Murmel«. Minimalismus pur. Vergleichbar nur mir Joseph Beuys 60minütigem schriftlich nie notierten Laut-Gedicht »Ja, ja, ja, ja, ja, ja, nein, nein, nein, nein, nein, nein«.
Die Performance-Künstlerin Grace Yoon hat das »lang- weiligste Theaterstück der Welt« fürs Radio adaptiert. Dabei lotet sie die Überbleibsel einer sinnentleerten Sprache aus und entfaltet aus sechs Buchstaben ein neues Universum.
»... denn die Worte der Menschen sind, wenn man sich nähert, ein Murmeln ...«, schrieb Husayn ibn Mansur al- Halladsch im 8. Jahrhundert n. Chr.

Dieter Roth(1931–1998) war ein Schweizer Aktions- und Objektkünstler und ein wichtiger Vertreter der Konkreten Poesie.

Mit: Martin Engler, Meike Schmitz, Hans Peter Hallwachs,
Arne Fuhrmann, Linda Olsansky, Bo Wiget und Capella Vocale München

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LICHTIES HASEN

Produktion: rbb/ORF 2014

"Jemand hat einmal gesagt, man hat seine Eltern wie eine Kugel im Kopf!"
Der Schweizer Regisseur, Kameramann und Autor Peter Liechti ist ein Grenzgänger, der in seinen Themen immer wieder die Spannungsfelder und die komplexen Verhältnisse zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Eigensinn und sozialer Norm, thematisiert. Seine Filme geben schonungslos auch eigene Geschichte preis.
In seinem letzten Projekt "Vaters Garten" reflektiert er Jugend und persönliche Revolte in einer Dokumentation über das Leben seiner fast neunzigjährigen Eltern.
Dabei entlarven die beiden, ganz ohne fremdes Zutun, die Schwächen ihres Gesellschaftsbildes, die Schwächen ihrer Generation, ein heute großteils überkommenes Rollenbild mit all seinen negativen und traurigen Aspekten, ohne aber das Positive zu verleugnen. In guten wie in schlechten Tagen – ein Satz, den diese Generation verinnerlicht hatte.
Regie: Grace Yoon


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Kann Lyrik die Welt retten?

Gary Snyder. Ein Portrait
von Grace Yoon
Produktion: Deutschlandfunk 2014

Der Dichter, Autor und Umweltaktivist Gary Snyder war einer der Gründerväter der "Beat Generation", als Japhy Ryder porträtierte ihn Jack Kerouac in seinem legendären Roman "Dharma Bums". Der geborene Kalifornier lebte 12 Jahre in Japan um Zen-Buddhismus und Japanisch zu studieren. Zurück in Amerika baute er sich ein Haus in einem Indianer-Reservat, wurde Professor und Öko-Aktivist. Die Auszeichnungen mit dem Pulitzer- und Bollingen-Preis haben den Dichter nicht versöhnlich gestimmt, Snyder ist auf seine Art radikal und in einer Zeit der grossen ökologischen Krise sicherlich ein wichtiger Ratgeber.
"Die Welt ist Natur, und auf lange Sicht ist sie unweigerlich wild, denn das Wilde ist auch eine Ordnung der Unbeständigkeit. Auch unser Geist ist wild, er bestimmt über sich selbst und entscheidet, wohin er geht und wir müssen lernen, wie wir ihm folgen können."
Regie: Grace Yoon


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Schwarz auf Schwarz

Von Grace Yoon
Deutschlandfunk 2013

Die Macht der Dunkelheit und die Furcht, die sie in den Menschen auslöst, geht auf den Anfang der Schöpfungsgeschichte zurück. Bevor Gott das Licht schuf, war es schwarz und dunkel auf der Welt. Der russische Avantgardist Malewitsch beschreibt in seinen programmatischen Aussagen das "Schwarze Quadrat" als heiligen Knaben und setzt es mit dem Christuskind der Ikone gleich.
Das Wort schwarz ist ambivalent. Schwarz ist edel, gleichzeitig sagt man aber "Ich sehe schwarz" und spricht von "Schwarzfahren" oder "Schwarzarbeit". Man muss "warten, bis man schwarz wird", nachdem man sich "schwarzgeärgert" hat und den "schwarzen Peter" gezogen hat. 

In Europa ist schwarze Kleidung Ausdruck von Trauer, in Asien trägt man bei Beerdigungen weiß. Obwohl man vor schwarzen Katzen warnt, sind die Schornsteinfeger Glücksbringer und "schwarze Zahlen" schreibt man gerne. Was für die einen "Black is beautiful" ist, bleibt für andere "White Power". 

Immer noch werden dunkelhäutige Menschen verfolgt und diskriminiert. Was ist ein schwarzes Loch, was schwarze Materie? Wie erhält man das "schwärzeste Schwarz" und was hat Joseph Beuys damit zu tun?




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Theater und Revolution - Judith Malina

Von Grace Yoon
Deutschlandfunk 2013

Mit 86 Jahren steht Judith Malina immer noch auf der Bühne ihres New Yorker Theaters. Die Mitbegründerin des legendären Living Theatre, der wahrscheinlich radikalsten und experimentierfreudigsten Theatergruppe des 20. Jahrhunderts, ist überzeugte pazifistische Anarchistin.

Sie studierte bei Erwin Piscator und arbeitete mit den wichtigsten Künstlern der Avantgarde. Sie ist Aktivistin, Autorin und eine Regisseurin, die Generationen von Künstlern inspiriert hat und sich selbst dabei treu blieb. Engagiert, kämpferisch, rebellisch - eine wahre Mutter Courage.




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Meditation

Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt Von Grace Yoon
RBB, BR2  2012

Das Wort Meditation kommt aus dem Lateinischen und wird von dem Verb „meditari“ abgeleitet, das „nachsinnen, nachdenken, überlegen“ bedeutet. Daher ist der Begriff eher irreführend, soll doch durch die Meditation der innere Dialog ausgeblendet werden, um so das reine transzendentale Bewußtsein und seine schöpferische Kraft zu erfahren.
Die hochentwickelten Techniken der Meditation kamen aus dem Orient und haben ihre eigenen klangvollen Namen. So beschreiben bereits die indischen Upanishaden 700 Jahre vor unserer Zeitrechnung das Zurückziehen der Sinne, das „Pratyahara“, als Hilfsmittel für die Meditation, die im Sanskrit „Dhyana“ genannt wird. In China wurde daraus „Chan“, in Korea
„Seon“ und in Japan „Zen“. Diese geistigen Schulen sind inzwischen im Westen
angekommen und haben sich weiterentwickelt. Die Wissenschaften haben sie schon lange in ihre Forschungen integriert und auch in der zeitgenössischen Kunst hat die Auseinandersetzung mit der Meditation ihren Ausdruck gefunden.
Klangschalen und hölzerne Tempelblöcke, auf koreanisch „Moktak“, geben akustische Signale, um Anfang und Ende einer Meditation anzuzeigen und die Aufmerksamkeit der Meditierenden zu fördern. Zusammen mit den rituellen Rezitationen bilden sie den Klang-Raum, in dem der Begriff und der Zustand „Meditation“ im sinnlichen Hinhören vorgestellt wird.

 

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„Anna Livia Plurabelle“

Ein Hörspiel von Grace Yoon nach James Joyce
RBB 2012

Aus dem Englischen von Hans Wollschläger

»Finnegans Wake« ist das wohl sprachgewaltigste, überbordendste und unübersetzbarste Werk von James Joyce, und »Anna Livia Plurabelle« ist sein bekanntestes Kapitel und seine berühmteste Figur. Anna Livia Plurabelle ist »the Allmaziful, the Everliving, the Bringer of Plurabilities«. Ihr Element ist das Wasser, ihr Fluss ist die Liffey, an dem Irlands Hauptstadt Dublin liegt, und wie im Traum wird sie letztendlich einem Fluss gleich dem großen, väterlichen Ozean zugetragen, wo alles endet und neu beginnt, eine Geschichte, die man eigentlich nicht lesen kann, aber hören sollte.

»You cannot complain that this stuff is not written in English. It is not written at all. It is not to be read. It is to be looked at and listenend to.« Samuel Beckett

James Joyce, 1882-1941, war ein irischer Schriftsteller. Er wuchs in Dublin auf, lebte jedoch seit 1904 in Triest, Paris und schließlich in Zürich. Seine Werke Ulysses (1922) und Finnegans Wake (1939) waren wegweisend für die literarische Avantgarde des 20. Jahrhunderts.

Mit David Norris, Martin Engler,  Meike Schmitz

Komposition: Sam Bardfeld, Tim Kiah, Napoleon Maddox, Grace Yoon

Regie: Grace Yoon

 

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Der Spiegel des Orients:Friedrich Rückert

von Grace Yoon
Deutschlandfunk 2012

Dass die Poesie ein wichtiger Teil der "Weltversöhnung" sei, daran glaubte und arbeitete der Dichter Friedrich Rückert sein Leben lang. Tatsächlich hat er für die geistige Annäherung der Kulturen soviel getan, dass sein Ansehen im Orient heute noch so groß ist, dass in Persien und Indien Straßen nach ihm benannt werden.

1818 ließ sich der damals 30-jährige Rückert von dem Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall ins Arabische und Persische einführen. Es folgten im Selbststudium Hebräisch, Koptisch, Türkisch, Armenisch, Syrisch und Sanskrit, am Ende waren es 44 Sprachen, deren Literaturen er an den Universitäten von Erlangen und Berlin lehrte.

Die reiche Bildersprache, die er im "Gazel" fand, und die Neigung der orientalischen Dichter, mit Worten zu spielen, kam Rückerts eigenem Temperament entgegen. Durch seine Übersetzungen des großen Mystikers Rumi und der Lyrik des Hafis erreichte er poetische Werke, die ihrem Geiste näher standen als alle anderen Übertragungen in die deutsche Sprachwelt. Er gewann aus den Quellen des Orients zahlreiche Stoffe und Formen, die durch ihn bis heute zum festen Bestand der deutschen Poetologie gehören.

 

Der Widerstand gegen das Verschwinden oder: Memory ist appetite

von Grace Yoon
Deutschlandfunk 2011

Das Verschwinden von kulturgeschichtlichen und politischen Ereignissen aus dem Gedächtnis der Menschen, das Verdrängen der Erinnerung an die Verschwundenen und auch die Maßnahmen dieses Verschwindens werden in diesem Feature thematisiert. Auch die existentielle Erinnerungsarbeit und der Kampf jedes Einzelnen gegen Verlusterfahrung spiegeln sich hier im gesellschaftlichen Gedächtnis. "Alles lebt ausschließlich auf der Grundlage seines Verschwindens, und wenn man die Dinge in aller Hellsichtigkeit interpretieren will, muss man es unter Berücksichtigung ihres Verschwindens tun."

 

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Revolution am Nil

von Grace Yoon
RBB/SWR 2011

Seit dem 25.Januar 2011 überschlugen sich die Ereignisse in Ägypten. Neue Bürgerrechtsbewegungen in Koalitionen mit der lange unterdrückten Opposition erreichten den Sturz des "Pharaos", des Präsidenten Husni Mubarak. Die Polizei wurde entlassen, das Militär hat die Macht übernommen. Die Regierung wollte glauben machen, dies sei eine Revolution der Jugend, ins Leben gerufen von Facebook.
In Wirklichkeit aber ist es eine Revolution des ägyptischen Volkes, getragen von der Wut des Volkes über die schlechten Lebensbedin- gungen und die Korruption, spontan, ohne Partei und ohne Führung.

 

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Schrei der Seide

von Grace Yoon
Deutschlandradio Kultur 2011

Echte Seide erkennt man am Klang. Der typisch knirschende Griff in den Stoff erinnert an das Betreten von frisch gefallenem Schnee. Dieser "Seidenschrei" galt jahrhunderte lang als Erkennungszeichen der Damen höherer Stände. Inzwischen hat sich auf den Laufstegen der High Society das elektrische Knistern von Kunstfasern ausgebreitet. "Die Traditionspolster sind durchgescheuert" schreibt Max Weber, und will damit sagen, dass man den Entwicklungen der Moderne nicht mehr entrinnen kann. Tief im Unbewussten aber bleibt das vertraute Rascheln der Federbetten, das zarte Geräusch der wärmenden Wolle oder das laute Schütteln der nassen Wäsche. Der nackte Mensch trägt einen Kosmos von Erinnerungen an die schützende zweite Haut in sich, Geruch und Geräusch, Farbe und Struktur.

 

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Lucia Joyce

Eine Geschichte, die eigentlich nicht erzählt werden sollte

von Grace Yoon
RBB/SWR/DLF/ORF 2010

Sie war das begabte Kind eines der größten Schriftsteller der literarischen Moderne, und sie endete in der Psychiatrie. Lucia Joyce war eine viel versprechende Künstlerin, die in Paris eine Karriere als Tänzerin begann. Ihre Geschichte ist das Drama, das Kind eines Genies zu sein, in dessen Familie nur Platz für einen Künstler ist. Sie war eine Inspiration für ihren Vater, der in "Finnegan's Wake" Wörter und Sprachen kreuzte, um den Gedankenstrudel eines Träumenden darzustellen. Doch ihre eigenen Träume blieben unerfüllt. 1932 kam sie zum ersten Mal in ein Sanatorium, der Krieg trennte sie von ihrer Familie, die in der Schweiz Zuflucht fand. Der Vater versuchte alles, sie zu sich zu holen, doch ihre Mutter und ihr älterer Bruder Giorgio ließen sie im Stich. Nach James Joyce' Tod im Januar kümmerte sich eine Freundin der Familie um sie. Sie ließ Lucia nach England bringen, wo sie im St. Andrew's Hospital in Northampton nach langer Einsamkeit 1982 im Alter von 75 Jahren starb.

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Wegen des Akkords, den wir nicht hörten…

von Grace Yoon
RBB/SWR/ORF 2011

Die Autorin Maria Kodama war die Assistentin und Frau von Jorge Luis Borges und ist heute die Präsidentin der "Fundación Internacional J. L. Borges" in Buenos Aires. Zusammen mit ihrem Mann arbeitete sie an der "Breve antología anglosajona", "Atlas" und an mehreren Übersetzungen. Durch ihre große Liebe zu Borges und als Verwalterin seines Erbes ist sie eine Mittlerin der Poesie Argentiniens und des Lebenswerkes eines der größten Dichter der spanischen Sprache. Maria Kodama zeigt das von ihr gegründete Museum, die Fundacion, sie erzählt ihre persönliche Geschichte mit Jorge Luis Borges, über ihre Begegnung mit der Mutter von Borges, über ihre Reisen und seinen Tod in Genf. Mit Ausschnitten aus Vorträgen und Lesungen von Borges und der Musik von Astor Piazzolla, die der Komponist für den Dichter geschrieben hat.



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Leben nach dem Fall
Ein Hörfilm aus dem Irak

von Grace Yoon
SWR 2009

Kasim Abid kommt aus dem Irak, studierte am Filminstitut in Moskau und lebt seit 1982 in London wo er als Regisseur und Kameramann arbeitet. Nach dem Sturz Saddam Husseins 2003 ging er zurück nach Bagdad um seine Familie zu besuchen und durch die Gründung einer Filmschule, der "Independent Film and Television School Bagdad", mitzuhelfen, den Irak durch irakische Augen zu zeigen. Er begann ein Video-Tagebuch über seine Familie und ihre Nachbarschaft unter der Besatzung zu führen, vier Jahre lang. Es zeigt eine ganz normale Mittelstands-Familie, ein Bruder und seine Frau arbeiteten am Flughafen, der andere als Ton-Ingenieur, der dritte hat eine kleine Werkstatt, die Töchter studieren, der Sohn geht noch zur Schule. Am Anfang noch voller Hoffnung auf ein neues, freieres Leben müssen sie einen weiteren Zusammenbruch erleben und ein Chaos, indem einer von Kasims Brüder ermordet wird. Die Familie fällt immer mehr auseinander, denn eine Zukunft unter der ständigen Bedrohung, ohne Schutz irgendeiner Verwaltung, zwischen Extremisten und US-Soldaten, wird immer unvorstellbarer.

 

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Radio für Entführte – Monologe der Hoffnung

von Grace Yoon
SWR 2009

"Las voces del secuestro", "Die Stimmen der Entführung", ist eine Sendung des größten kolumbianischen Rundfunksenders "Radio Caracol". Ihre Zielgruppe ist genau definiert: Sie wendet sich an Tausende von Kolumbianern, die von bewaffneten Gruppen unterschiedlicher politischer Ausrichtung entführt wurden und irgendwo im Dschungel festgehalten werden. Viele von ihnen warten unter furchtbaren Bedingungen jahrelang auf ihre Befreiung. Seit 14 Jahren können die Angehörigen ihren gefangenen Kindern, Vätern oder Müttern über das Radio Neuigkeiten aus ihrem Alltag mitteilen, einem Alltag, der ohne die Entführten weiterlaufen muss, von dem sie aber ein Teil bleiben sollen. In der Trostlosigkeit der Gefangenschaft sind die Botschaften aus einer anderen Welt lebenswichtig. Herbin Hoyos, der das Programm gestaltet, hat das selbst erfahren, als er von Guerilleros entführt worden war.

 

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Musik auf leisen Sohlen
Der Dirigent und Komponist Rupert Huber

von Grace Yoon
ORF 1 2008

Dirigent, Komponist, Performance-Künstler, Autor und Schamane – Rupert Huber ist eine besondere Erscheinung in der europäischen Musikwelt. Ausgebildet am Mozarteum in Salzburg wurde er rasch ein gefragter Chor-Dirigent, er hat zahlreiche Uraufführungen von Stockhausen, Nono und Christou dirigiert. Für seine CD-Produktionen mit Aufnahmen von Werken Robert Schumanns und Luigi Nono erhielt er den Preis der deutschen Schallplattenkritik.
Als Komponist sind seine Hauptthemen die unmittelbare Wirkung der Musik und die durch Musik veränderten Bewußtseinszustände wie Ekstase und Trance.
So hat er sich in seiner Komposition "Sufi-Modem" , die 2003 vom NDR produziert wurde, mit dem Sufismus und seinen mystischen Gesängen beschäftigt und für die Aufführung ägyptische Musiker aus dem Nil-Delta eingeflogen.
Zur Zeit lebt Rupert Huber mit seiner Familie in Nepal, dort hat er sich intensiv mit dem Schamanismus auseinandergesetzt, 2002 wurde er zum Schamanen initiiert.
Doch muß er immer wieder nach Europa, als Chordirektor der Salzburger Festspiele oder um als ein gefragter Chorleiter neue Werke aufzuführen.
Rupert Huber ist ein Grenzgänger, zwischen Zeiten und Kulturen, besessen von der Kraft der Musik und der Stimme, die den Mensch menschlicher machen kann.

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Die 68erinnen
Porträt einer rebellischen Frauengeneration.

von Grace Yoon
SWR/NDR 2008

"Die 68erinnen" ist die Geschichte einer rebellischen Frauengeneration
die Selbstbestimmung und ihr Recht über den eigenen Körper verfügen zu können einforderten.
Wie war ihre Identität als Frau? Wie haben sie die sexuelle Revolution erlebt? Welche Rollen haben sie gespielt? Es waren "Die 68erinnen" die die Grenzen einer neuen Welt absteckten, in Kommunen und Kindergärten, auf der Bühne und im Alltag.
Und wie ist die Situation heute?
Wir hören Stimmen von Frauen und Zeitzeugen, dazu O-Töne aus einer Zeit der Kulturrevolution und des Umbruchs, der 1968 stattgefunden hat.

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Pannonica /Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche

von Grace Yoon
SWR 2008

Im New Yorker Jazz-Milieu der fünfziger Jahre hatte die "gute Fee" den Namen Pannonica, stammte aus dem englischen Zweig der Rothschilds und kreuzte jede Nacht mit ihrem schwarzen Bentley durch Manhattan. Sie war die große Mäzenin des "Bebop", nach Charlie Parkers Tod in ihrer Suite musste sie das Stanhope-Hotel verlassen. Pannonica traf Thelonious Monk erstmals 1954 in Paris, sie wurden Freunde fürs Leben. Pannonica de Koenigswarter starb 1988, ihrem letzten Wunsch gemäß wurde ihre Asche zu den Klängen von Monks "Round Midnight" im Hudson verstreut. Sie hinterließ Dutzende von Katzen und Hunderte von Photos die sie von ihren Musikern und Schützlingen in ihrer späteren Wohnung, genannt "Cat-house" gemacht hatte.
Zwischen 1961 und 1966 interviewte Pannonica über 300 Jazzmusiker und stellte ihnen nur eine Frage: Was sind deine drei Wünsche?
Nadine, ihr Enkelkind, erinnert sich an Pannonica und erzählt ihre Geschichte, in drei Sprachen wird ihr Text und die Antworten der Musiker mit den Kompositionen der Schützlinge Pannonicas montiert.


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Der Mythos Umm Kulthum

von Grace Yoon
RBB/WDR/ORF1/DLR Kultur 2008

Die Popularität der ägyptischen Sängerin Umm Kulthum (1904-1975) in der arabischen Welt ist bis heute unübertroffen. Wenn einmal monatlich ihr neues Konzert im Rundfunk übertragen wurde, konnte man währenddessen "die Grenzen der arabischen Welt abstecken". Die Sängerin vom Nil soll mehr Platten verkauft haben als Elvis und die Beatles zusammen. In ihrer Kunst aber auch in ihrer Person verkörperte sie ein Ideal nach dem die Menschen in der ganzen arabischen Welt ihrer Zeit verlangten, sie wurde eine Trägerin des "Aufbruchs" der arabischen Kultur in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und ein Symbol der Revolution nach 1952. Ihre Stimme konnte zart oder hart sein, in ihrer Kunst hatte sie sich der Geschlechtlichkeit entledigt und vielleicht gelang ihr nur so die "Eroberung des Patriarchats". Gerne identifizierte sie sich mit der großen Sufi-Mystikerin Rabi`a al-Adawiyya, die den Verzicht zur mystischen Liebe verklärte. Umm Kulthum blieb kinderlos, heiratete erst mit 50, ihr Verzicht auf ein Privatleben war eine Art Tausch, sie erhielt dafür die Macht über die Gefühle ihres Publikums. Ihr Gesang war für ihre Hörer "Medizin", für manche aber auch das "größte Rauschgift der Araber", diese beiden Extreme in der Musik sind seit jeher Teil der islamischen Musiktradition. Für ihre Fans war und ist sie ein Idol, lebende Legende, Übermutter und Göttin, der "Mythos Umm Kulthum".

 

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Studio B, Tonbandbriefe an eine Cousine

Hörspiel von Roman Bunka
Regie: Grace Yoon
RBB/SWR 2008

Schon als Kind war der Musiker Roman Bunka ein leidenschaftlicher Radiohörer und als er zu seinem 13. Geburtstag 1964 ein kleines Tonbandgerät geschenkt bekommt, fängt er an, sein Radio selbst zu machen. Unter dem Titel "Studio B" entstehen Radiosendungen, an denen die ganze Familie beteiligt ist: mit Gesang, mit politischem Kabarett, mit Hörspieleinlagen und mit immer mehr Instrumenten. Von Sendung zu Sendung wird das Heimstudio erweitert. Vierzig Jahre danach hat Roman Bunka die Tonbänder von damals wieder gehört und die Geschichte von Studio B erzählt.

 

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Lady Day

von Grace Yoon und Alfred Koch
DLF/NDR Kultur/RBB/ORF 2008

 

Billie Holiday ist die Stimme des Jazz. Ihr Leben war so intensiv wie ihre Musik. 1939 sang sie erstmals den Song "Strange Fruit", ein Aufschrei gegen die Lynchjustiz an Schwarzen. In dem Film "New Orleans" (1946) durfte sie nur die Rolle spielen, die Hollywood damals für Schwarze vorsah: das Dienstmädchen.
Billie Holiday starb mit nur 44 Jahren. Ihre Autobiografie wurde in viele Sprachen übersetzt, Diana Ross spielte "Lady Day" in dem Film "Lady sings the Blues", und immer wieder tauchen Samples ihres Gesangs in modernen Re-Mixes, Techno-und Rap-Produktionen auf. "Lady Day" ist ein Feature-Hörbild um den Mythos von Billie Holiday, collagiert aus O-Tönen, Zeitzeugen-Interviews, Probe-Aufnahmen und Billie`s Musik, das akustische Porträt einer Künstlerin, die so zerrissen war wie ihre Zeit.


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Zutritt nur durch die Tür

von Grace Yoon
SWR/Deutschlandradio Kultur 2008

Türen trennen und verbinden, Türen verbergen, was hinter ihnen liegt und offenbaren unbekannte Orte, wenn sie sich öffnen. Sie ordnen den architektonischen aber auch den inneren Raum und verändern die Perspektive. Falltüren und Drehtüren, Katzentüren, Stadttore und Schranktüren - jede Tür klingt anders. Türen sind Bewegung, sie verursachen Geräusche, Klänge, Töne, eine eigene Art von Musik. Scharniere quietschen, Autotüren schlagen, pressluftgesteuerte Türen fauchen auf Bahnsteigen, eine Symphonie von Türgeräuschen begleitet uns durch unsere Lebensräume, zwischen ihrem ewigen Auf und Zu hören wir vielleicht die Stille. Grace Yoon hat den Türen zugehört und ihnen ihr Lied abgelauscht.


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Drei Chinesen mit dem Kontrabass

von Grace Yoon
SWR 2007

... saßen auf der Straße und erzählten sich was, klar. Und dann kam bekanntlich die Polizei. Aber was erzählten sie sich eigentlich? Im Hörstück
der koreanischen Soundkünstlerin Grace Yoon kommen die Chinesen selbst zu Wort und ihr Kontrabass natürlich auch. Aus chinesischen Sprachschnipseln und einem singenden und sprechenden Kontrabass entsteht ein Sprachspiel,
dadaistisch, chinesisch und multilingual.


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Sonnentango

von Grace Yoon
SWR 2005

Der Sonnengesang Echnatons als eine Matrix der großen Lobpreisungen des monotheistischen Schöpfer-Gotts trifft im "Sonnentango" auf die kritischen Betrachtungen Salomon Friedländers und die radikale Lyrik Chlebnikovs:
"...und doch wird die Sonne mißverstanden!"
Autobiographische Texte der Autorin und Ingeborg Bachmanns "An die Sonne" lockern die strenge Form des Epos.  Die Hörspiel-Musik wurde von dem argentinischen "Tango-Nuevo" Komponisten Luis Borda, der Autorin, und dem Komponisten Roman Bunka erarbeitet.
"......er drehte sich mit der Sonne, Schritte vor- und zurück, über Schatten und gedehnte Zeit, das Seufzen des Blasebalgs eines Bandoneons, wer zwang wen sanft aber bestimmt in seinen Schritt?
La vida es un tango, sagte sich der Kraftmensch und zwinkerte der Sonne zu, seine Bereitschaft zum Tanz signalisierend, vielleicht drehen sich die Planeten im Walzer-Rhytmus, doch das Leben tanzt einen Tango mit uns!"

 

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Animalia

von Grace Yoon
SFB/SWF/DLR Berlin 1996
 

Laute von Tieren, Laute von Menschen, die mit Tieren Verbindung aufnehmen: "Ein Haddadouih konnte allein in die Landschaft hinausgehen und innerhalb von wenigen Tagen mit Hunderten von Ziegen zurückkehren, die ihm im Gänsemarsch folgten. Niemand scheint Genaueres darüber zu wissen, wie die Haddadouih den Tieren ihren Willen aufzwangen."(Paul Bowles)

Von Mund zu Ohr, von Mensch zu Tier: Der Sänger Phil Minton leiht dem Tier seine Stimme. Der Dichter Oskar Pastior wirbt um ein sinnlicheres Verhältnis zum Tier-Menschlichen und der Ethnologe Georg Kluthe erzählt von alten Formen des Umgangs mit dem Tier, die es auf dieser Welt immer noch gibt.


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Koreagraphie

von Roman Bunka und Grace Yoon
BR/NDR/SWF 1995

Die koreanische Künstlerin Grace Yoon und der Komponist Roman Bunka luden dreißig Künstler ein, den Mythos von Un-Ju-Sa in neue akustische Bilder zu überführen:
"Wenn tausend Steine in einer Nacht aufgerichtet werden, wird die Hauptstadt verlegt, und die Drachenprachtwelt, eine gerechte irdische Friedenswelt, entsteht. Während man im Mansaan-Tal mit dem Eisen die Miruk-Steine formte, wurde das ganze Land von diesem Ereignis ergriffen. Alles geriet in Bewegung, und noch vor dem ersten Hahnenschrei schienen tausend Steine aufgerichtet. Aber unvermutet krähte ein Hahn noch mitten in der Nacht. So verloren auch die wandernden Steine ihre Kraft und blieben stehen. Viel später erst kam die Morgenröte und mit ihr der Groll und der Gram. Der erste Hahnenschrei war ein imitierter Schrei der Herrschaft der Koryo-Dynastie gewesen, um in letzter Stunde die ‚Verlegung der Hauptstadt', den Umsturz zu verhindern." (Jochen Hiltmann: Miruk - die heiligen Steine Koreas). "Ein wahres Klangfest: Zwischen dem lustvollen Spiel mit dem akustischen Material und einer Geschichte, auf der die Jahrhunderte keinerlei Patina hinterlassen haben, gelingt ein mitreißendes Hörstück im Zwischenreich von Musik und Literatur."
(Frank Olbert in der FAZ, 20.4.1994)

 

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Tunguska-guska

von Grace Yoon, Sainkho Namchilak und Iris Disse
BR 1991
(Prix Futura 1993)
 
In einem kleinen sibirischen Dorf findet das Mädchen Aidys einen Meteoritenstein. Kurze Zeit später hat sie seltsame Träume und begegnet dem Mann aus dem Stein, Ivengi. Die Schamanin des Dorfes, die große Agu Khara Khan, entdeckt das Geheimnis von Aidys und ihrem Geistgeliebten. Nachdem die Schamanin erfolglos versucht, Ivengi, den Mann vom anderen Stern, für sich zu gewinnen, vertreibt sie ihn schließlich von der Erde und beschwört ein Unheil herauf, das das ganze Dorf in den Untergang stürzt. Drei Frauen verbinden erzählerische Extreme zu einer eigenen Sprache, in der weiträumige kulturelle Hintergründe anklingen. Die Kehlkopfgesänge und Lautmuster der Schamanen klingen in unsere Sprache übersetzt wie märchenhafte Bilder aus einer anderen Welt.
Grace Yoon, Sainkho Namchilak und Iris Disse haben sich in ihrer Arbeit jeweils in unterschiedlicher Form mit Mythen und Ritualen auseinandergesetzt. Sainkho Namchilak erlernte direkt in ihrer sibirischen Heimat die Stimmtechniken der Schamanengesänge, Grace Yoon verwendet in ihren Performances Klangrituale und Sprechrhythmen, während die Schauspielerin und Regisseurin Iris Disse in ihren Stücken mythologische Texte auf der Basis der Archetypenlehre Jungs verarbeitet.

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SENDETERMINE

16.12.2019
15:05 Uhr
SWR 2 Leben

Das Kabinett der Lyrik

Wo die Gedichte wohnen

Von Grace Yoon / mehr Info

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18.11.2019
15:05 Uhr
SWR 2 Leben

Zwischen Karthum und Konstanz

Der grüne Kommunalpolitiker Mohamed Badawi

Von Grace Yoon / mehr Info

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14.11.2019
15:05 Uhr
SWR 2 Leben

Über Buchstaben und Ohren

Alphabetisierungskurse für Migrantinnen

Von Grace Yoon / mehr Info

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30.04.2019
16:05 Uhr
ORF Tonspuren

Der aus Kleinem Großes macht. Der Lyriker Jan Wagner

Von Grace Yoon / mehr Info

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28.04.2019
20:15 Uhr
ORF Tonspuren

Der aus Kleinem Großes macht. Der Lyriker Jan Wagner

Von Grace Yoon / mehr Info

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15.01.2019
16:00 Uhr
SWR2 Tandem

Wo die Sprache endet, beginnt die Musik

Die Harfenistin Uschi Laar

Von Grace Yoon

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06.01.2019
14:04 Uhr
RBB

Der Verleger geht, der Dichter bleibt - Michael Krüger

Von Grace Yoon / mehr Info

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06.11.2018
15:05 Uhr
SWR2 Tandem

Afrika in München

von Grace Yoon

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31.07.2018
16:05 Uhr
ORF Tonspuren

Kann Lyrik die Welt retten?

Gary Snyder. Ein Portrait

von Grace Yoon / mehr Info

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29.07.2018
20:15 Uhr
ORF Tonspuren

Kann Lyrik die Welt retten?

Gary Snyder. Ein Portrait

von Grace Yoon / mehr Info

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17.07.2018
10:05 Uhr
SWR Tandem

Reisen als Granny
Ein Jugendtraum im Alter

Von Grace Yoon

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03.07.2018
16:05 Uhr
ORF Tonspuren

Der Beatpopet Lawrence Ferlinghetti

Von Grace Yoon / mehr Info

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01.07.2018
20:15 Uhr
ORF Tonspuren

Der Beatpopet Lawrence Ferlinghetti

Von Grace Yoon / mehr Info

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05.03.2018
10:05 Uhr
SWR Tandem

"Wenn der Krieg vorbei ist, ist noch lange nicht Frieden"

Die Filmemacherin Christa Graf auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte

Von Grace Yoon

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12.02.2018
10:05 Uhr
SWR2 Tandem

Johanna und die fünf Brüder aus Afghanistan

Integration in Bayern

Von Grace Yoon

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15.12.2017
10:05 Uhr
SWR2 Tandem

Mit offenen Ohren durch die Welt

Der Musiker Mani Neumeier zwischen Deutschland und Japan

Von Grace Yoon

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19.09.2017
10:05 Uhr
SWR Tandem

Über Buchstaben und Ohren

Alphabetisierungskurse für Migrantinnen

Von Grace Yoon

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1.07.2017
20:00 Uhr
SRF

Love after Love
von Ilma Rakusa

Ein Hörspiel von Grace Yoon / mehr Info

Mit Corinna Harfouch, Lauren Newton und Mathis Mayr

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11.04.2017
21:00 Uhr
ORF

Love after Love
von Ilma Rakusa

Ein Hörspiel von Grace Yoon / mehr Info

Mit Corinna Harfouch, Lauren Newton und Mathis Mayr

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23.03.2017
16:00 Uhr
ORF

Die Schönheit des Vergänglichen

Der bulgarische Schriftsteller Georgi Gospodinow

Ein Feature von Grace Yoon / mehr Info

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20.03.2017
21:00 Uhr
ORF

Die Schönheit des Vergänglichen

Der bulgarische Schriftsteller Georgi Gospodinow

Ein Feature von Grace Yoon / mehr Info

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17.02.2017
22:04 Uhr
rbb, ORF

Love after Love
von Ilma Rakusa

Ein Hörspiel von Grace Yoon / mehr Info

Mit Corinna Harfouch, Lauren Newton und Mathis Mayr

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16.10.2016
14:04 Uhr
SFB/SWF/DLR Berlin 1996

Animalia

Von Grace Yoon / mehr Info

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04.10.2016
10:05 Uhr
SWR

Assaf Alassaf - warten auf ein Visum - am Ende überholt die Wirklichkeit die Fiktion

Von Grace Yoon / mehr Info

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24.06.2016
10:05 Uhr
SWR 2

Reisen als Granny
Ein Jugendtraum im Alter

Von Grace Yoon

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07.06.2016
20:00 Uhr
NDR Kultur

Bevor DADA da war, war DADA da

Von Grace Yoon / mehr Info

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10.05.2016
20:00 Uhr
NDR Kultur

Der Verleger geht, der Dichter bleibt - Michael Krüger

Von Grace Yoon / mehr Info

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30.04.2016
14:00 Uhr
Ö1

Pannonica - Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche

Von Grace Yoon / mehr Info

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07.02.2016
12:05-13:00 Uhr
WDR 3

Bevor DADA da war, war DADA da

Von Grace Yoon / mehr Info

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06.02.2016
15:05-16:00 Uhr
WDR 3

Bevor DADA da war, war DADA da

Von Grace Yoon / mehr Info

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03.02.2016
22:04 Uhr
rbb Kulturradio

Bevor DADA da war, war DADA da

Von Grace Yoon / mehr Info

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03.02.2016
22:00 Uhr
MDR Figaro

Bevor DADA da war, war DADA da

Von Grace Yoon / mehr Info

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02.02.2016
20:10 Uhr
DLF Hörspiel

Murmel
Von Dieter Roth

Bearbeitung, Komposition und Regie: Grace Yoon / mehr Info

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28.10.2015
00:05 Uhr
DLR Kultur

Theater und Revolution - Judith Malina

Von Grace Yoon / mehr Info

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04.10.2015
14:04 Uhr
SFB-ORB/SWR 2003

Allen Ginsberg
Eine Hommage

von Grace Yoon und Florian Vetsch / mehr Info

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22.09.2015
22:03 Uhr
SWR 2 Literatur

Kann Lyrik die Welt retten?

Gary Snyder. Ein Portrait

von Grace Yoon / mehr Info

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17.09.2015
16:00 Uhr
ORF 1

Der Verleger geht, der Dichter bleibt - Michael Krüger

Von Grace Yoon / mehr Info

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14.09.2015
21:00 Uhr
ORF 1

Der Verleger geht, der Dichter bleibt - Michael Krüger

Von Grace Yoon / mehr Info

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03.09.2015
10:05 Uhr
SWR2

Die ganze Stadt soll unser Klassenzimmer sein

Das Institute for Collaborative Education in Manhatten

Von Grace Yoon

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08.08.2015
09:04 Uhr
rbb Kulturradio

Wegen des Akkordes, den wir nicht hörten

Maria Kodama und Jorge Luis Borges

Von Grace Yoon/ mehr Info

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08.08.2015
09:05 Uhr
MDR Figaro

Wegen des Akkordes, den wir nicht hörten

Maria Kodama und Jorge Luis Borges

Von Grace Yoon/ mehr Info

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09.07.2015
10:05 Uhr
SWR Tandem

Lieber Fortschritt

Ein Hörstück mit Studenten der Fachhochschule Düsseldorf

Von Grace Yoon/ mehr Info

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17.06.2015
22:04 Uhr
rbb Kulturradio

Der Verleger geht, der Dichter bleibt - Michael Krüger

Von Grace Yoon / mehr Info

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17.06.2015
22:00 Uhr
MDR Figaro

Der Verleger geht, der Dichter bleibt - Michael Krüger

Von Grace Yoon / mehr Info

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15.06.2015
10:05 Uhr
SWR Tandem

Meine Generation kann etwas ändern

Abraham Hdru, ein Weltbürger aus dem Saarland

Von Grace Yoon

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28.04.2015
20:00 Uhr
NDR Kultur

Theater und Revolution - Judith Malina

Von Grace Yoon / mehr Info

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26.04.2015
14:04-15:00 Uhr
RBB/Hörspiel

Anna Livia Plurabelle

Hörspiel von Grace Yoon nach James Joyce/ mehr Info

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21.04.2015
22:03 Uhr
SWR 2

Kann Lyrik die Welt retten?

Gary Snyder. Ein Portrait

von Grace Yoon / mehr Info

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08.04.2015
22:00 Uhr
MDR

Zum 100. Geburtstag von Billie Holiday

Lady Day
Das Leben der Billie Holiday

Von Grace Yoon und Alfred Koch / mehr Info

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08.04.2015
20:00 Uhr
RBB

Zum 100. Geburtstag von Billie Holiday

Lady Day
Das Leben der Billie Holiday

Von Grace Yoon und Alfred Koch / mehr Info

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07.04.2015
20:00 Uhr
NDR Kultur

Zum 100. Geburtstag von Billie Holiday

Lady Day
Das Leben der Billie Holiday

Von Grace Yoon und Alfred Koch / mehr Info

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07.04.2015
19:15 Uhr
DLF

Zum 100. Geburtstag von Billie Holiday

Lady Day
Das Leben der Billie Holiday

Von Grace Yoon und Alfred Koch / mehr Info

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14.03.2015
9:05 Uhr
RBB,MDR

Ein Buch ist wie ein Stein

Mohamed Mrabet - Erzähler, Fabulierer, Erfinder

von Grace Yoon / mehr Info

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26.02.2015
16:00 Uhr
ORF1

CZESŁAW MIŁOSZ
Was groß war, hat sich als klein erwiesen

von Grace Yoon / mehr Info

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23.02.2015
21:00 Uhr
ORF1

CZESŁAW MIŁOSZ
Was groß war, hat sich als klein erwiesen

von Grace Yoon / mehr Info

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13.01.2015
21:00 Uhr
ORF1

Kann Lyrik die Welt retten?

Gary Snyder. Ein Portrait

von Grace Yoon / mehr Info

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02.01.2015
20:10 Uhr
DLF

CZESŁAW MIŁOSZ
Was groß war, hat sich als klein erwiesen/ Ursendung

von Grace Yoon / mehr Info

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22.12.2014
21:00 Uhr
ORF1

Kann Lyrik die Welt retten?

Gary Snyder. Ein Portrait

von Grace Yoon / mehr Info

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27.06.2014
20:10 Uhr
DLF

Kann Lyrik die Welt retten? / Ursendung

Gary Snyder. Ein Portrait

von Grace Yoon / mehr Info

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28.05.2014
22:03 Uhr
SWR 2

Murmel
Von Dieter Roth

Bearbeitung, Komposition und Regie: Grace Yoon / mehr Info

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20.05.2013
20:10 Uhr
Deutschlandfunk

Schwarz auf Schwarz

Feature von Grace Yoon / mehr Info

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27.04.2014
20:05 Uhr
DLF

Meditation
Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt

Feature von Grace Yoon / mehr Info

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17.04.2014
16:00 Uhr
ORF1

"Man hat seine Eltern wie eine Kugel im Kopf".
Der Schweizer Regisseur , Kameramann und Autor Peter Liechti.

Feature von Grace Yoon / mehr Info

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14.04.2014
21:00 Uhr
ORF1/Ursendung

"Man hat seine Eltern wie eine Kugel im Kopf".
Der Schweizer Regisseur , Kameramann und Autor Peter Liechti.

Feature von Grace Yoon / mehr Info

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13.04.2014
15:00-16:00 Uhr
SRF 2 Kultur

Peter Liechtis Hasen - "Jemand hat einmal gesagt, man hat seine Eltern wie eine Kugel im Kopf!"

Feature von Grace Yoon / mehr Info

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11.04.2014
20:00-21:00 Uhr
SRF 2 Kultur

Peter Liechtis Hasen - "Jemand hat einmal gesagt, man hat seine Eltern wie eine Kugel im Kopf!"

Feature von Grace Yoon / mehr Info

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02.04.2014
10:05 Uhr
SWR 2

Trotz allem ein normales Leben

Ricky Fabian und sein Alltag mit Muskeldystrophie
Von Grace Yoon

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01.04.2014
22:03 Uhr
SWR 2

Murmel
Von Dieter Roth

Bearbeitung, Komposition und Regie: Grace Yoon / mehr Info

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28.03.2014
00:05 Uhr
DLR Kultur

Murmel / Ursendung

nach dem Theaterstück »Murmel, Murmel« von Dieter Roth
Hörspielfassung. Komposition und Regie: Grace Yoon / mehr Info

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23.03.2014
14:04 Uhr
rbb Kulturradio

LIECHTIS HASEN / Ursendung

Feature von Grace Yoon / mehr Info

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02.03.2014
14:04 Uhr
rbb Kulturradio

Worte bleiben an der Küste - Der Weg des Sufismus

Von Grace Yoon

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26.12.2013
09:05 Uhr
OE1

Meditation

Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt von Grace Yoon / mehr Info

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05.11.2013
21:00 Uhr
NDR Kultur

Miriam Makeba: Das Leben der Mama Afrika

von Grace Yoon

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01.11.2013
20:10 Uhr
Deutschlandfunk

Schwarz auf Schwarz

Hörspiel von Grace Yoon / mehr Info

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16.09.2013
21:00 Uhr
OE1

Theater und Revolution - Judith Malina

Von Grace Yoon / mehr Info

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27.07.2013
09:05 Uhr
OE1

Meditation

Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt von Grace Yoon / mehr Info

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08.07.2013
21:00 Uhr
OE1

Wegen des Akkords, den wir nicht hörten

Von Grace Yoon / mehr Info

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30.05.2013
21:00 Uhr
BR2

Anna Livia Plurabelle

Hörspiel von Grace Yoon nach James Joyce/ mehr Info

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30.03.2013
18:05 Uhr
Deutschlandradio Kultur

Meditation

Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt von Grace Yoon / mehr Info


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01.02.2013
20:10 Uhr
Deutschlandfunk

Theater und Revolution - Judith Malina

Von Grace Yoon / mehr Info

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20.01.2013
14:05-15:00 Uhr
RBB

Wegen des Akkords, den wir nicht hörten

Von Grace Yoon / mehr Info

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10.01.2013
22:03 Uhr
SWR 2

Anna Livia Plurabelle

Hörspiel von Grace Yoon nach James Joyce/ mehr Info


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01.01.2013
10:05 Uhr
ORF 1

Miriam Makeba: Das Leben der Mama Afrika

von Grace Yoon


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23.12.2012
21:03 Uhr
BR2

Meditation

Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt von Grace Yoon / mehr Info


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22.12.2012
13:05Uhr
BR2

Meditation

Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt von Grace Yoon / mehr Info


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05.12.2012
21:30 Uhr
HR2-Kultur

Anna Livia Plurabelle

Hörspiel von Grace Yoon nach James Joyce/ mehr Info

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17.11.2012
20:05 Uhr
Deutschlandfunk

Anna Livia Plurabelle

Hörspiel von Grace Yoon nach James Joyce/ mehr Info

anschließend:

Lucia Joyce. Eine Geschichte, die eigentlich nicht erzählt werden sollte.

Von Grace Yoon / mehr Info

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09.09.2012
14:05-15:00 Uhr
RBB

Meditation

Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt von Grace Yoon / mehr Info


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15.06.2012
22:04 Uhr
RBB Kulturradio
Anna Livia Plurabelle

Hörspiel von Grace Yoon nach James Joyce/ mehr Info

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28.05.2012
14:05 Uhr
HR2-Kultur
Sonnentango

Hörspiel von Grace Yoon / mehr Info

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30.04.2012
22:05 Uhr
SWR 2
Fremde im Land der Morgenstille

Feature von Grace Yoon

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20.04.2012
20:10 Uhr
Deutschlandfunk
Der Spiegel des Orients: Friedrich Rückert

Feature von Grace Yoon / mehr Info

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13.04.2012
20:10 Uhr
Deutschlandfunk
Der Widerstand gegen das Verschwinden

Von Grace Yoon / mehr Info

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06.03.2012
20:05 Uhr
NDR Kultur
Wegen des Akkords, den wir nicht hörten

Von Grace Yoon / mehr Info

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15.02.2012
00:05 Uhr
Deutschlandradio Kultur
Animalia

Von Grace Yoon / mehr Info

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22.01.2012
14:04 Uhr
RBB
Der Widerstand gegen das Verschwinden oder: Memory ist appetite

Von Grace Yoon / mehr Info

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02.01.2012
21:00 Uhr
ORF
Lucia Joyce. Eine Geschichte, die eigentlich nicht erzählt werden sollte.

Von Grace Yoon / mehr Info

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05.01.2012
16:00 Uhr
ORF
Lucia Joyce -
eine Geschichte, die eigentlich nicht erzählt werden sollte

Von Grace Yoon / mehr Info

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03.12.2011
18:05 Uhr
Deutschlandradio Kultur
Lucia Joyce -
eine Geschichte, die eigentlich nicht erzählt werden sollte

Von Grace Yoon / mehr Info

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24.10.2011
19:20 Uhr
SWR 2
Protesto,Protesto,Protesto

Von Grace Yoon
Regie: die Autorin

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07.10.2011
21:03 Uhr
Br 2
Tunguska-guska

Von Grace Yoon/Iris Disse/Sainkho Namchilak
Realisation: Grace Yoon/Roman Bunka /mehr Info

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23.09.2011
20:10 Uhr
Deutschlandfunk
Der Widerstand gegen das Verschwinden oder: Memory ist appetite

Von Grace Yoon / mehr Info

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20.09.2011
20:05 Uhr
NDR Kultur
Revolution am Nil

Von Grace Yoon / mehr Info

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11.07.2011
21:00 Uhr
ORF / Tonspuren
Lady Day - das Leben der Billie Holiday

Von Grace Yoon und Alfred Koch / mehr Info

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01.07.2011
00:05 Uhr
Deutschlandradio Kultur / Klangkunst
Schrei der Seide

Von Grace Yoon/ mehr Info

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14.06.2011
22:05 Uhr
SWR
Wegen des Akkords, den wir nicht hörten

Von Grace Yoon / mehr Info

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14.06.2011
20:05 Uhr
NDR Kulture
Lucia Joyce -
eine Geschichte, die eigentlich nicht erzählt werden sollte

Von Grace Yoon / mehr Info

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